Gegründet mit Chemie

Die „Faber History“: Vom Produzent zum Großhändler

 
Sommer 1964: Es ist die Zeit der Hippies, der Mini-Röcke und der Beatles. Im Fernsehen flimmert „Bonanza“, IBM stellt den perfekten Computer vor und Köln wird Deutscher Fußballmeister. 70 Kilometer südlich, in Mayen bei Koblenz, entsteht das Familienunternehmen Faber. Am Anfang werden noch Wasch- und Reinigungsmittel hergestellt. Dann wird aus dem Produzent ein Großhändler.

Den ersten Firmenstandort hat die „Faber Chemie“ in der Töpferstraße in Mayen. Noch kein Büro, ein Mitarbeiter in der Produktion, die Konkurrenz ist groß. Hans-Albert und Regine Faber sind Innendienst, Außendienst, Kundendienst, Lieferservice in einer Person.

Mit dem Umzug in die Polcher Straße wächst die Produktion auf 150, das Lager auf 350 Quadratmeter, und neben vier Mitarbeitern gibt es nun auch einen Chemiker. Herr Simon arbeitet tagsüber bei einem großen Rohstoff-Lieferanten und nach Feierabend mischt er bei den Fabers die Rezepturen an. Eine Vollzeitbeschäftigung konnte man sich schlicht nicht leisten.

Jedoch zeichnen Zuverlässigkeit, Produktqualität und flexibles Liefern den jungen Betrieb schon früh aus. Nachtschichten sind an der Tagesordnung. Erste Großkunden wie die Michelin-Werke in Bad Kreuznach werden erschlossen, auch Rasselstein in Andernach und Goodrich in Koblenz. Weil der Tankzug für die 30.000 Liter Rohstofflieferung jedes Mal die ganze Straße lahm legt, steht der nächste Umzug bald bevor.

Mit den Anfängen des Handels von Handtuch- und Toilettenpapier, Bürsten und Besen verlagern die Fabers im Jahre 1975 den Firmensitz an den Mayener Ostbahnhof. Von dort wird neben der Markenware namhafter Lieferpartner nach wie vor die eigene Produktpalette angeboten – Kehrspäne, getränkt mit Wachs und Handwaschpasten, später „nordlicht“-Schuhcreme und Bohnerwachs, Reinigungsmittel und schließlich die Allzweckwaffe „Tupolish“, ein sehr erfolgreiches Poliermittel. Weitere Produktionsfirmen werden aufgekauft, Personal, Fuhrpark und Lagerkapazitäten stetig ausgebaut. In den 90er Jahren wird Faber vom Hersteller zum Fachdienstleister für Reinigungs- und Pflegesysteme umstrukturiert. Der Beitritt zur GVS-GROSSVERBRAUCHERSPEZIALISTEN eG, einer bundesweit erfolgreichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft führt ab 1999 zu neuen Wachstumschancen.

Vorerst jüngster Meilenstein in der „Faber History“ ist die Eröffnung der neuen Betriebsanlage in Kaisersesch im Jahr 2009 auf einer Gesamtfläche von über 12.000 Quadratmetern.

 

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